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Interview mit Ingo Meyer-Berhorn,
geschäftsführender Gesellschafter der BrandPepper GmbH/Düsseldorf

Ingo Meyer-Berhorn, geschäftsführender Gesellschafter der BrandPepper GmbH/Düsseldorf

Herr Meyer-Berhorn, welchen Sinn hat eine Marke?

Hinter jeder Marke steht ein Markenversprechen. Eigenschaften wie Qualität und Preis und Image sollen von der Marke garantiert werden. Der Kunde erwirbt mit einer Marke auch Vertrauen und Sicherheit in einer immer unübersichtlicheren Flut von Produkten und Leistungen.

Sollte eine Klinik sich als Marke positionieren?

In jedem Fall! Auch medizinische Leistungen stehen zunehmend im Wettbewerb.
Eine Klinik kann mit einer klaren und sauberen Markenführung den Patienten und Angehörigen genau das Vertrauen und die Sicherheit mitgeben, die sie sich wünschen - gerade bei einem so sensiblen Thema wie der Gesundheit.
Auch Mitarbeitern kann eine Marke viel geben - eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen ist mit das Wichtigste für alle Beteiligten!

Was gehört zur Markenbildung?

Markenbildung ist ein kontinuierlicher Prozess mit vielen Teilnehmern. Am Anfang steht die Überlegung, wofür die Marke stehen soll, die Ausarbeitung des Markenversprechens. Es folgen die Erstellung des Markenzeichens, des Corporate Designs und dessen Umsetzung. Vielfach hört hier leider die Arbeit auf - dabei wird es erst jetzt richtig spannend! Die tägliche Auseinandersetzung der Marke mit allen Teilnehmern - Kunden/Patienten, Angehörigen, Mitarbeitern, zuweisenden Ärzten, Lieferanten, Nachbarn, kommunalen Partnern, Wettbewerbern usw. ist ein hochspannender dynamischer Prozess.
Hier ist konsequente, sorgfältige und intensive Arbeit angebracht!

Worauf muss man besonders achten?

Ein klares Mission Statement und ein sauberes Markenversprechen sind das Fundament einer erfolgreichen Marke. Allerdings muss sie täglich gepflegt und gelebt werden.
Wir arbeiten mit der "3K"-Regel:

  • Konstant:
    die Marke und ihr Versprechen sind unverrückbar.
  • Konsequent:
    sauber geführt durch alle Bereiche, (möglichst) ohne Kompromisse.
  • Kontrolliert:
    ständig überprüfen, Punkte hinterfragen, keine "Schnellschüsse".

Welche Fehler lauern bei der Markenführung?

Wer die "3K"-Regel nicht beachtet, begibt sich bzw. führt die Marke unmittelbar aufs Glatteis.
Eine nicht geführte und gelebte Marke verliert an Profil, Merkfähigkeit und wird schnell unglaubwürdig. Eine weitere große Gefahr liegt in kurzfristigen Profitaussichten, die aber dem Markenkern widersprechen. Extreme Kostensenkungsmaßnahmen führen immer wieder zu Qualitätsproblemen, die letztlich rein monetär betrachtet viel teurer sind als der vermeintliche Einspareffekt. Denken Sie an Toyota - der Anspruch der qualitativen Marktführerschaft ist dramatisch konterkariert worden. Mit einem riesigen direkten wirtschaftlichen Schaden  und einem kaum zu beziffernden Imageverlust.

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